Text
Romanentwurf mit sechs Kapiteln, Figurenanalyse und Exposé. Reale Orte in Kreuzberg und Treptow, recherchiert über Podcasts und Gespräche.
EntscheidungDie Figur steht vor dem Bild. Alles Weitere misst sich am Text.
Vom Romanentwurf zum Film: eine Figur, die sieht, was andere übersehen.
Kaela, Berlin-Kreuzberg. Filmstudie 2026, generative Videoproduktion.
Kaela ist elf und lebt am Rand von Berlin, in einer Zeltsiedlung am Rummelsburger See. Sie fährt Skateboard, flieht vor den Wächtern, die sie ins Heim bringen wollen, und sieht etwas, das sonst niemand sieht.
Die Figur entstand 2020 als Romanentwurf im Masterstudium Biografisches und Kreatives Schreiben. Kaela sieht Schmetterauren: die Spuren Verstorbener, kleine farbige Nebel, die nur von Weitem wie Schmetterlinge wirken. Manche Wandbilder in Kreuzberg bestehen aus ihnen.
„Es geht darum, Unsichtbares sichtbar zu machen.“
Wie wird eine Figur sichtbar, die zwischen zwei Welten lebt, ohne dass eine davon verloren geht?
Die eine Welt ist hart und real: Obdachlosigkeit, eine kranke Mutter, Gewalt. Die andere ist unsichtbar und zart. Jede Bildfassung musste sich daran messen, ob beide zugleich spürbar bleiben.
Romanentwurf mit sechs Kapiteln, Figurenanalyse und Exposé. Reale Orte in Kreuzberg und Treptow, recherchiert über Podcasts und Gespräche.
EntscheidungDie Figur steht vor dem Bild. Alles Weitere misst sich am Text.
Zwei schnelle Zeichnungen mit Tusche, entstanden direkt nach dem Text. Kein Gesicht im Detail, nur Haltung, Bewegung, Trotz.
EntscheidungErst die Geste, dann das Aussehen. Kaela ist zuerst ein Körper in Bewegung.


Mit Midjourney entstehen Figur und Orte. Die Orte treffen den Ton des Textes. Die Figur nicht: Die Auren werden zu echten, gestochen scharfen Schmetterlingen, Kaela zu einem fröhlichen Kind aus dem Bilderbuch.
ErkenntnisDas Modell nimmt das Bild wörtlich und glättet die Dunkelheit weg. Genau das muss die Regie zurückholen.


Kaela unter der Hochbahn, Dämmerung, Regen, ein Späti. Der Ort ist zurück in der Wirklichkeit. Am Ende bleibt sie stehen und schaut hoch.
EntscheidungDie Dunkelheit kommt vom Ort, das Licht von ihr. Keine Zauberbilder, sondern ein Moment.

Kreuzberg, Hochbahn, Rummelsburger See. Das Unsichtbare wirkt nur glaubwürdig, wenn das Sichtbare stimmt.
Nebel und Farbstaub, die erst aus der Ferne wie Schmetterlinge wirken. Was wörtlich gezeigt wird, verliert sein Geheimnis.
Nicht in Kleidung oder Haut. Kaela lebt auf der Straße, und man soll es sehen. Was an ihr leuchtet, ist ihr Blick.
Die Filmstudie trägt den Ort und den Moment. Die Auren sind noch Licht, wo sie Nebel sein sollen.
Die nächste Fassung gibt ihnen eine eigene Bildsprache: farbiger Staub in vielen Tönen, unscharf, flatternd, und an den dunklen Orten zerfetzte, rauchige Formen. Kaela selbst trägt die Spuren ihres Lebens sichtbar, und ihr Blick bleibt hell.
Du hast eine Figur, ein Thema oder ein Haus, das noch keine eigene Bildsprache hat? Im Kennenlerngespräch finden wir heraus, was deine Idee braucht und ob wir zusammenpassen.