Mimigerna hat eine Vorgängerin auf der Bühne: „Anguana“.
Für „Anguana“ habe ich Regie geführt und das Stück entwickelt. Naturwesen, wie die Anguane der alpenländisch-friaulischen Überlieferung, Wasserfrauen, erkunden die menschliche Welt und den öffentlichen Raum. Sie tauchen unvermittelt im Stadtbild auf, unterbrechen den Rhythmus des Alltags und nehmen Raum ein. Die Darstellerinnen brechen mit Rollenzuschreibungen und sorgen für einen Perspektivwechsel, zum Beispiel, wenn eine 80-Jährige auf dem Pflaster liegt.
Entstanden ist das Stück im Auftrag des Gleichstellungsbüros und wurde im öffentlichen Raum aufgeführt, zwei Mal. Aus diesen Wesen, einer Parallelwelt mitten in der Stadt, und aus der Geschichte Münsters ist Mimigerna geworden.


